Okulare

sind der Teil der Optik, in unserem Teleskop, dem wir eine besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen sollten. Warum? Die Okulare sind für die Vergrößerung unseres Bildes verantwortlich.

Ein Okular ist der augenseitig (lateinisch oculus = Auge) optisch wirksame Teil eines optischen Systems, wie zum Beispiel eines Fernglases, Fernrohrs, Teleskops oder Lichtmikroskops. Ein Okular besteht aus einer einzelnen Linse oder aus einem Linsensystem.  Quelle: Wikipedia

Die Aufgabe des Okulares ist es, das eingefangene Bild als reelle Abbildung für das menschliche Auge bereitzustellen.
Unser Auge fängt die Lichtstrahlen ein, bündelt sie, und legt sie als Bild spiegelverkehrt auf der Netzhaut ab. Da die Lichtstrahlen im Teleskop ebenfals gebündelt werden, könnten wir sie nicht scharf warnehmen. Wir brauchen also eine Linse die das Licht wieder streut, damit es unser Auge wieder bündeln kann.

Je nach dem wie groß die Brennweite des Okular ist, wird das Bild dabei vergrößert. Die Gesamtvergrößerung ergibt sich aus der Kombination von Teleskopbrennweite und Okularbrennweite.

 

 

Die Augenauflage

Die Augenauflage oder Augenmuschel hat eigentlich zwei Funktionen.

Zum Ersten soll sie den Bobachter vor seitlich einfallendem Streulicht sowie vor Wind (tränende Augen) schützen.

Zum zweiten soll die Augenmuschel dem Beobachter helfen eine optimale Augenposition zu erreichen und zu halten. Dabei soll der optimale Abstand zum Okular gehalten werden. Der Einblick soll stets mittig erfolgen um eine optimale Abbildung zu sehen.

Eine gut geformte Augenmuschel oder Augenauflage kann dem Betrachter viel an Komfort bringen. Möchte der Hobbyastronom mit Brille beobachten, ist eine umklappbare Augenmuschel vorteilhaft.

 

 

Barlow-Linse

Zu vielen Einsteigergeräten bekommt man eine Vielzahl an Okulare gratis dazu. In diesem Sets, befindet sich meist auch eine Barlow-Linse. Diese steigert die Vergrößerung des Okulars um den aufgedruckten Faktor. Zu diesem Zweck wird die Barlow-Linse zwischen Teleskop und Okular montiert.
Barlow-Linsen gibt es in verschiedenen Preisklassen, sodass es auch hier verschiedene Qualitätsklassen gibt. An Einigen hat man sogar die Möglichkeit Filter zu montieren.

 

 

Qualität

Die Qualität eines Okulars ist eng mit seinen Preis verknüpft. Man kann einfach nicht von einem preiswerten Set die höchsten Qualitätsstandards erwarten.
Ein ganz eindeutiges Qualitätsmerkmal ist die Schwärzung der Innenflächen des Okulars. Schließlich sollen auch hier keinen Lichtstrahlen unkontrolliert gespiegelt werden.
Ein weiteres Merkmal ist die Vergütung der Linsen. Unvergütete Linsen gibt es heute praktisch nicht mehr, bzw. nur noch bei Spielzeugteleskopen. Bereits in den unteren Preisklassen findet man eine Blauschichtvergütung. Etwas höher in der Preisklasse liegen Okulare deren Linsen eine grüne Breitband-Mehrschichtvergütung aufweisen.
Ungeeignet hingegen sind Linsen mit einer rot oder orange Färbung. Diese Art von Linsen findet man häufig bei Feldstecher. Sie dienen der Aufhellung der Nachtsicht, und das wäre bei astronomischen Beobachtungen kontraproduktiv.