Filter

Optische Filter sind eigentlich nichts anderes als Glasscheiben (oder Folien) durch die besondere Wellen des Lichtes blockiert werden. Dabei beschränkt man sich nicht auf die sichtbaren Wellenlängen. Häufig wird auch UV-Licht oder IR_Licht blockiert.

Licht ist der für das menschliche Auge sichtbare Teil der elektromagnetischen Strahlung. Im elektromagnetischen Spektrum umfasst der Bereich des Lichts Wellenlängen von etwa 380 nm bis 780 nm. Dies entspricht Frequenzen von etwa 789 THz bis 384 THz. (Quelle: Wikipedia)

Manche Filter bewirken eine Veränderung der Bildfarben. Das wird häufig eingesetzt bei der Astrofotografie. Wie zB. bei Sonnenfotos.

Sonne

Bild rechts: Ein Mosaik der extremen ultravioletten Bilder von STEREOs SECCHI / Extreme Ultraviolet Imaging Teleskop am 4. Dezember 2006. Diese falschen Farbbilder zeigen die Atmosphäre der Sonne bei verschiedenen Temperaturen. Im Uhrzeigersinn von oben links: 1 Million Grad C (171 Å), 1,5 Millionen C (195 Å), 60.000-80.000 (304 Å) und 2,5 Millionen C (286 Å). (Quelle Bild und Text: NASA)

 

 

Manchmal dient ein Filter auch nur als „Lichtbremse“. Das heißt: Bilder die im Normalfall überbelichtet wären, können mit einem Filter (zB. Mondfilter) der weniger Licht durchlässt noch schön werden.

 

 

Ganz besonders wichtig sind so genannte Sonnenfilter. Sie werden benötigt, der Name sagt es vielleicht schon, bei der Sonnenbeobachtung. Auf keinen Fall sollte man ohne einen Sonnenfilter in die Sonne schauen.

Wenn man gefahrlos die Sonne durch ein Teleskop oder ein Fernglas beobachten möchte, ist es unabdingbar einen geeigneten Sonnenschutzfilter zu verwenden. Dieser sollte vorzugsweise aus Folie oder Glas bestehen und ist unbedingt vor der Öffnung des Teleskops oder Fernglases anzubringen. Niemals darf ein Sonnenschutzfilter am Okular angebracht werden, da er durch die Bündelung des Lichts platzen bzw schmelzen kann, und damit die Gefahr einer Erblindung besteht. Für eine sichere Sonnenbeobachtung soll die optische Dichte des Sonnenfilters mindestens OD = 5,0 betragen. Das bedeutet dass maximal 1/100.000 des Sonnenlichts durchgelassen wird. Die Helligkeit der Sonne ist dann immer noch viermal so hell wie die des Mondes bei Vollmond.

Bitte beachtet das auch der Sucher am Teleskop mit einem entsprechenden Sonnenschutzfilter ausgerüstet werden muss. Ist dies nicht möglich sollte er am besten abgebaut werden oder wenigstens lichtdicht verklebt werden (schwarzes Klebeband).

Achtung: Hausmittel wie zum Beispiel mit Russ geschwärzte Scheiben, überbelichtete Filme oder Folie einer Rettungsdecke sind kein Ersatz für einen Sonnenfilter und führen zu Augenschädigungen.

 

 

Solltet Ihr euch für den Eigenbau eines Sonnenfilters entscheiden, dann achtet unbedingt auf die richtige Filterfolie. Im Handel gibt es genügend Angebote, in allen Preisklassen. Aber wie bei jeder Sache muss man auch hier ganz genau hinschauen, damit der Blick auf die Sonne nicht das Letzte ist was man sieht. Denkt bitte daran dass kein Preis zu hoch ist um das Augenlicht zu schützen.