Seitdem es die Menschen gibt …

… schauen Sie in den Nachthimmel und beobachten Nacht für Nacht mehr oder weniger den Lauf der Sterne. Einige von ihnen, wie z.B. hohe Geistliche oder Priester schauten sich die Sterne etwas genauer an und konnten dadurch Vorhersagen treffen. Durch jahrhundertelange Aufzeichnungen konnten sie Voraussagen über Sonnen-und Mondfinsternisse sowie über das Erscheinen von Kometen treffen. Aber da sie noch kein Teleskop hatten, konnten sie nicht mehr sehen, als wir heute, wenn wir den Blick in den Nachthimmel richten.

 

 

Doch das sollte sich ändern

Galileo Galililei baute Teleskop mit 33-facher Vergrößerung

Im Jahre 1609 hörte der Universalgelehrte Galileo Galilei von einer Erfindung des holländischen Brillenmachers Hans Lipperhey. Dieser befestigte zwei Linsen in einem beweglichen Rohr. Dabei stellte er fest, dass entfernte Objekte dadurch näher erschienen. Er nannte seine Erfindung Fernrohr und verkaufte sie unter unter dem Begriff Lipperheys Teleskop.
Galileo kaufte handelsübliche Linsen ein, und baute ein solches Instrument mit ca. vierfacher Vergrößerung nach. Später lernte er selbst Linsen zu schleifen und baute weitere Teleskope mit bis zu 33-facher Vergrößerung. Galilei nutzte als erster sein Teleskop zur Himmelsbeobachtung. Bis dahin war man auf die Betrachtung mit dem bloßen Auge beschränkt. Auf sein Konto gehen eine Reihe von astronomischen Entdeckungen. So z.B. die Krater auf dem Mond, die Milchstraße oder die vier großen Jupitermonde Io, Europa, Ganymed und Kallisto. (Quelle: Wikipedia)

 

Nur ein paar Jahre später,

Kepler verbesserte das Teleskop

1611, verbesserte der deutsche Astronom Johannes Kepler das Teleskop seines Kollegen in dem er ein paar Linsen auswechselte. Er erkannte, wenn er in das Okular keine Streuungslinse einbaut sondern eine Sammellinse, konnte er eine wesentlich höhere Vergrößerung erzielen. Allerdings hatte diese Konstruktion auch einen Haken. Durch diese neue Linsen-Kombination, war das Bild nun auf den Kopf stehend und seitenverkehrt dargestellt.
In der Astronomie, kann man aber auf die Ausrichtung des Bildes verzichten. Es spielt eigentlich keine Rolle, ob das Bild im Teleskop richtig herum steht, oder ob es um 180 Grad verdreht ist. Sollte man sein Teleskop für andere Beobachtungsarten gebrauchen wie z.B. Tierbeobachtung, gibt es geeignete Okulare um das Bild wieder richtig herum darzustellen.

Sehr bald stellte sich heraus, dass für die Beobachtung sehr weit entfernter und lichtschwacher Objekte größere Teleskope benötigt wurden. Aus diesem Grunde, griff man auf eine alte Technologie zurück. Dabei wird der Lichtstrahl durch einen Parabolspiegel gebündelt. Diese Erfindung stammt vermutlich von dem alten Griechen Archimedes. Dieser soll, einer Legende zufolge, vor Syrakus die feindliche Schiffe mit einem gebündelten Lichtstrahl angezündet haben. (Quelle: Wikipedia)

Die ersten Spiegelteleskope,

waren von schlechter Qualität. Sie hatten sehr große Abbildungsfehler und eigneten sich nur bedingt für die astronomische Beobachtung. Erst in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, wurden die Spiegelteleskope durch James Gregory, Laurent Cassegrain und Isaac Newton sehr stark verbessert.

 

welches Teleskop passt zu mir?

Für uns als Amateurastronomen stellt sich natürlich die Frage, für welches Teleskop wir uns entscheiden. Soll es ein Linsenteleskop – ein sogenannter Refraktor – oder ein Spiegelteleskop – ein Reflektor – sein.

Die Art des Teleskops richtet sich sehr stark nach dem Verwendungszweck.

So sollten wir uns vor dem Kauf bereits entscheiden, ob wir uns für Planetenbeobachtung interessieren oder doch für Deep Sky Objekte. Die nächsten Planeten wie Mars oder Venus und auch der Mond lassen sich schon mit relativ einfachen Teleskopen beobachten. Für Jupiter, Saturn oder Uranus wird schon ein etwas besseres Instrument benötigt. Aber auch das ist eigentlich kein Problem wenn man weiß wo man am Firmament suchen muss. Schwieriger wird es da mit den Galaxien und Nebel – den so genannten Deep Sky Objekten. Diese zu finden gleicht der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Dabei helfen uns sogenannte ToGo-Steuerungen. Sie sind wie ein Navi am Sternenhimmel und helfen uns zurechtzufinden.

Aber auch der Platzbedarf ist ein wesentliches Kriterium bei der Anschaffung eines Teleskopes.

Während sich die Größe eines Spiegelteleskopes in Grenzen hält, nimmt ein Linsenteleskop mit vergleichbaren technischen Daten doch recht viel Platz weg. Die wenigsten unter uns sind in der glücklichen Lage, ihr Teleskop einfach stehen lassen zu können. Entweder mangelt es am Platz oder wohnt man in einer Stadt und hat dadurch schlechte Voraussetzungen für eine Beobachtung. Also fährt man aufs Land, wo es schön dunkel ist, und baut sein Teleskop auf. Der Transport im Auto mag ja noch gehen, aber zu Hause ist Platz rar.

Und nicht zuletzt ist natürlich auch der Anschaffungspreis vom Teleskop ein Entscheidungsargument.

Hier ist es aber wie bei jedem anderen Hobby auch. Jeder muss für sich selbst entscheiden wie viel Geld er für sein Hobby ausgeben möchte oder kann. Natürlich gibt es Teleskope für unter 100,- EURO für den Anfänger. Doch was für ein kleines Kind ein riesiges Teleskop ist, ist für den Erwachsenen nur ein kleines Instrument. Mit der Zeit steigen das Wissen und die Erfahrung aber eben auch die Ansprüche und der Wunsch nach einem größeren bzw. besseren Teleskop stellt sich ein.